08
Oktober
2017

"Laufend integrieren"

Zeichen setzen heißt bei uns nicht ein kleines Leuchtfeuer, sondern im olympischen Gedanken „die Fackel brennen lassen und weitergeben“.

Der MÜNCHEN MARATHON setzt sein Engagement rund um das Thema Integration gemeinsam mit dem Sozialreferat der Landeshauptstadt München, dem Condrobs e.V. und CARE Deutschland-Luxemburg e.V. fort. Im Rahmen des MÜNCHEN MARATHON-Projekts „laufend integrieren“ begeistern wir weiterhin junge Menschen für das Laufen, bringen Flüchtlinge mit der Bevölkerung zusammen und trainieren für ein sportliches Ziel.

Der MÜNCHEN MARATHON wurde von der „Association of International Marathons and Distance Races“ (AIMS) auf deren Weltkongress mit dem „Social Award“ ausgezeichnet.

Im Marathon geht es nicht nur darum, Spitzenzeiten zu würdigen, sondern auch besondere Initiativen. Die AIMS orientiert sich dabei an den acht Millenniums-Entwicklungs-Zielen der Vereinten Nationen für eine bessere Welt und findet, dass der MÜNCHEN MARATHON sich mit seinen Projekten zur Einbindung von Flüchtlingen besonders hervor tut. „Im Idealfall kann man dem Leistungssport auch eine Seite abgewinnen, die sich nicht nur mit neuen Bestmarken beschäftigt,“ schrieb dazu am 10. November die Süddeutsche Zeitung, und weiter „der MÜNCHEN MARATHON hat das bespielhaft geschafft, wofür die Veranstaltung nun eine besondere Auszeichnung erhält.“

Im Sommer 2015 war München die erste Anlaufstelle für Menschen gewesen, die vor Krieg und Armut ihre Heimat verlassen hatten, täglich trafen Tausende in Sonderzügen am Münchner Hauptbahnhof ein. Einige Wochen später, beim Marathon-Wochenende, standen sie als Helfer an der Strecke. Einige wagten sich auch selbst auf die Strecken (Marathon, Halbmarathon, 10 KM). Zusammen mit dem Sozialreferat der Stadt München und verschiedenen Hilfsorganisationen wurde ein eigenes Programm zur Integration von Flüchtlingen auf die Beine gestellt.

„Junge Flüchtlinge waren stets in der Situation gewesen, Hilfe annehmen zu müssen – nun konnten sie etwas zurückgeben“, kommentiert Gernot Weigl den Eifer, mit dem die Flüchtlinge sich in die Organisation einbrachten. Gemeinsam mit Vereinsmitgliedern aus bayerischen Vereinen standen sie an den Verpflegungsständen an der Strecke und übernahmen organisatorische Aufgaben im Olympiastadion.

Doch nicht nur als freundliche Helfer prägten Flüchtlinge das Bild des MÜNCHEN MARATHON. 2015 und 2016 nahmen insgesamt 76 Flüchtlinge das Startangebot an. Zum Programm gehörten eine gezielte Vorbereitung, die im Vorfeld des Marathons auch allen anderen Interessenten offen stand: „Laufend integrieren.“

Armbänder mit diesem Motto wurden auf der Marathon-Messe in der Olympiahalle und im Onlineshop angeboten – aus diesem Erlös und Sponsoring-Geldern konnten im letzten Jahr 30.000 Euro zweckgebunden zur Unterstützung von Flüchtlingen an das Sozialreferat der Stadt München übergeben werden.

„München liefert ein großartiges Beispiel dafür, wie das Laufen helfen kann, die großen humanitären Herausforderungen unserer Zeit anzugehen“, sagt Paco Borao, der Präsident der AIMS, in der weltweit über 400 Laufveranstalter organisiert sind. In den Jahren davor hatten der Tokio Marathon und der „Great Ethiopian Run“ den Social Award erhalten.

„Wir haben neue Freunde gewonnen und bewegende Reaktionen der Münchner erfahren“, erklärt Gernot Weigl, der Renndirektor des MÜNCHEN MARATHON. Selbstverständlich wird München das Projekt „Laufend integrieren“ fortführen. „Wir werden es sogar ausbauen“, kündigt Gernot Weigl an. „Ein großes Thema für 2017 wird Inklusion sein. Wir wollen, auch die Integration von Menschen mit Handicap beim MÜNCHEN MARATHON künftig fördern.